Harmonie ist schön, aber gefährlich

Mai 3, 2011

Wann haben Sie sich das letzte mal über einen Mitarbeiter geärgert?

Wenn das länger als eine Woche her ist, sollten Sie ernsthaft über Veränderungen nachdenken.
Die Gefahr, dass Unternehmen in Selbstgefälligkeit und Harmonie verfallen, lauert ständig und überall.

Was ist gegen Harmonie einzuwenden?

Grundsätzlich ist Harmonie ja etwas schönes. Alle fühlen sich wohl und niemand tut dem anderen weh.

Wenn diese Harmonie aber dazu führt, dass Kritik nicht mehr stattfindet und Entscheidungen im Sinne dieser Harmonie getroffen werden, ist sie eben gefährlich.

Ein gesundes Maß an Spannung, gewisse Reibungsflächen und die ständige kritische Betrachtung der Prozesse ist sehr wichtig, damit Veränderungen wahrnehmbar sind. Auch wenn das Zeit und Energie kostet.

Viele Unternehmer leiden unter dem Elfenbeinturm-Syndrom.

Probleme dringen erst nach ganz oben durch, wenn es gar nicht mehr anders geht.
Oft ist dann der Schaden schon da und Aktionen sind nicht mehr möglich – nur noch Reaktionen.

Die Etablierung einer “gesunden Streit- und Kommunikationskultur” ist für mich eine der wichtigsten Führungsaufgaben.

Wenn Kritiker nicht ernst genommen oder sogar sanktioniert werden, geben diese auf und werden zukünftige Fehlentwicklungen mit Genuss beobachten – frei nach dem Motto “ich habe das schon kommen sehen, aber auf mich hört ja niemand”.

Hier ein paar Tipps, wie das verhindert werden kann:

  1. Nehmen Sie Kritik und Anregungen dankend an ohne diese gleich zu bewerten.
  2. Beantworten Sie jede kritische Äußerung (schriftlich) – verbunden mit einem Danke - auch wenn Sie nicht gleicher Meinung sind.
  3. Planen Sie in Projekten und Prozessen Feedback als festen Bestandteil ein.

Weiterhin viel Erfolg wünscht

Christian Bickel, CMC
Consolidate

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Auf die Größe kommt es doch an!

Februar 24, 2011

In einer Studie des Fraunhofer IAO bewältigten Probanden eine Referenz-Aufgabe an einem Drei-Bildschirm-Arbeitsplatz deutlich schneller und besser als im herkömmlichen Ein-Monitor Szenario.

An einem Drei-Bildschirm-Arbeitsplatz lässt sich eine für die Wissensarbeit typische Aufgabe deutlich effizienter bewältigen als an einem herkömmlichen Arbeitsplatz. Das ist das Ergebnis einer Labor-Studie des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO.

Relevant ist das insbesondere für Berufsbilder, in denen immer häufiger digital vorliegende Informationen verarbeitet werden müssen, wie dies etwa bei Wissenschaftlern, Redakteuren, Ingenieuren oder Versicherungsmitarbeitern der Fall ist. Insgesamt kristallisierte sich der Trend heraus, dass größere Bildschirmflächen der Produktivität nützen – bei der Arbeitsplatz-Variante mit drei Monitoren, die zu einem Desktop zusammengeschaltet werden konnten, maßen die Wissenschaftler des Fraunhofer IAO gar eine Produktivitätssteigerung von 35,5 Prozent.

Für die Labor-Studie hatten die Fraunhofer-Experten folgenden Versuchsaufbau gewählt: Die 67 Probanden mussten zunächst alle die gleiche Aufgabe an einem herkömmlichen Arbeitsplatz mit einem 19-Zoll-Monitor lösen. Aus der benötigten Zeit sowie der Punktezahl für korrekt gelöste Teilaufgaben wurde ein Produktivitätsmaß ermittelt, das in der Folge als Referenz herangezogen wurde. Im Anschluss teilten die Fraunhofer-Wissenschaftler die Teilnehmer in drei Gruppen ein: Gruppe 1 löste auch die nächste Aufgabe am 19-Zoll-Bildschirm, Gruppe 2 durfte sich an einen 22-Zoll-Widescreen-Monitor setzen. Gruppe 3 schließlich wurde ein Drei-Bildschirm-Arbeitsplatz zur Verfügung gestellt, der drei 19-Zoll-Bildschirme umfasste, die zu einem Arbeitsplatz zusammengeschaltet wurden.

Die Ergebnisse des Experiments waren verblüffend: Während bei Gruppe 1 lediglich eine Produktivitätssteigerung von 1,9 Prozent gegenüber der Referenzaufgabe gemessen wurde – die dem Lerneffekt zuzuschreiben ist – lag das Effizienzplus bei Gruppe 2 immerhin schon bei 8,4 Prozent. Als äußerst produktiv erwies sich Gruppe 3: Die Probanden lösten ihre Aufgabe ganze 35,5 Prozent effizienter als in der Referenzsituation. Und auch die Nutzerreaktion war deutlich positiv: Bei einer Befragung der Teilnehmer zeigten sich die Teilnehmer der Gruppen 2 und Gruppe 3 im Schnitt deutlicher zufriedener mit ihrem Bildschirmsystem und dem damit verbundenen Arbeitskomfort.

Ich kann die Ergebnisse dieser Studie aus eigener Erfahrung absolut nachvollziehen. Mehr Platz bedeutet automatisch mehr Überblick und vor allem mehr “Multitasking”. Auf der einen Seite ein E-Mail, dazu den Vertrag und gleichzeitig noch die Projektübersicht im Blickfeld zu haben, macht die z.B. Erstellung eines Protokolls oder Konzeptes erheblich effektiver. Ob es gleich 3 Monitore sein müssen, hängt natürlich vom Einzelfall und den Platzverhältnissen ab, aber Tatsache ist – je Größer desto produktiver.

Bei den aktuellen Preisen für 24 Zoll TFT-Monitore, die bereits für unter € 200,– angeboten werden, ist das doch eine Investition, die sich in mehrfacher Hinsicht schnell „rechnen“ wird, weil gleichzeitig die Produktivität und die Zufriedenheit der Mitarbeiter steigt.

Unternehmerherz, was willst Du mehr ;-) .

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Das wahre Geheimnis des Erfolges

Februar 22, 2011

Viele Menschen sind ständig auf der Suche nach dem Geheimnis des Erfolges. Doch die meisten finden es nie … und geben irgendwann auf, so als wäre ihr Streben nach Erfolg eine Illusion gewesen.

Lesen Sie hier, was sich im Lauf meiner Erfahrung als Wahrheit für mich herauskristallisiert hat.

Die folgenden Gedanken sollen Ihnen helfen, sich vor Vergeudung von Zeit, Energie und natürlich auch von Geld zu schützen.
Das wirkliche, wahre Geheimnis Ihres Erfolgs ist …

IHRE Persönlichkeit – SIE selbst sind das Geheimnis!

Das wichtigste Kriterium für die Frage, ob Sie es schaffen werden oder nicht, ist einfach IHRE persönliche Einstellung, IHRE Haltung in allen Ihren Unternehmungen.
Dabei ist mit Erfolg nicht nur Geld gemeint. Viel Geld zur freien Verfügung zu haben macht sicher einiges leichter, ist aber kein Garant dafür, wirklich erfolgreich zu sein.

Was Erfolg für Sie bedeutet, müssen Sie sich selbst fragen. Gesellschaftliche Stellung, Wohlstand, politische Macht, Glück, Familie und wissenschaftliche Anerkennung sind nur einige Beispiele dafür.
Am Ende dieses Textes können Sie dazu eine sehr schöne Definition von Ralph Waldo Emerson lesen.

Jedem Erfolg geht der Beschluss voraus, Erfolg zu haben. Man glaubt an den Erfolg und darf diesen Glauben nicht erschüttern lassen – weder von außen durch Kritiker oder “gutmeinende” Mitmenschen, noch durch Zweifel von innen.
Beachten Sie, dass dem Wort “Zweifel” die Zahl “zwei” zu Grunde liegt: Man gerät in Zweifel, wenn man nicht mehr einen Weg vor sich sieht, sondern zwei und deshalb der Beschluss in Wanken gerät, den Weg zu Ende zu gehen.

Ein wahrer Beschluss ist ohne Verantwortlichkeit nicht denkbar … das heißt, dass man sich um alle Aspekte des Erfolgs kümmert.
Betrachten und behandeln Sie den Erfolg wie “Ihr Baby”, von dem Sie wissen, dass es allein gelassen keine Überlebenschance hätte.

Treffen Sie täglich Entscheidungen, die es nicht bloß überleben lassen, sondern die ihm optimale Bedingungen für Wachstum und Entwicklung geben. Erlauben Sie sich einfach keine Nachlässigkeiten.
Solche Entschlossenheit macht selbst den härtesten Einsatz leicht und macht uns in glücklicher Weise Ressourcen zugänglich, von deren Existenz wir zuvor nicht die geringste Ahnung hatten.

Wer unermüdlich weitergeht, kennt kein Versagen.
Es gibt kein anderes Geheimnis, keine magische Formel, keine Zauberei und keine Gans, die goldene Eier legt.

Um erfolgreich zu sein kann es keine universelle Methode geben, die für jede Person gleichermaßen gilt, weil jede Person ihre eigenen Voraussetzungen mitbringt.
Natürlich gibt es Bedingungen, die für alle gleichermaßen gelten – denken Sie zum Beispiel nur an die gesetzlichen Rahmenbestimmungen; genauso gilt natürlich für alle, dass die Erfolgsaussichten umso besser sind, je besser fundiert das verfolgte Konzept ist.

Umgekehrt aber ist aber der Misserfolg so gut wie sicher, wenn man ganz den kursierenden Mythen vertraut, da stolpert man täglich über “das garantiert beste Geschäft der Welt”.
Das ist doch etwas, was kein Mensch mit halbwegs intakten Sinnen “seinem Baby” antun würde! Man würde “sein Baby” doch niemals ungeprüften Einflüsterungen überlassen!

Wer nur auf schnelles Geld aus ist oder es darauf anlegt, “ganz leicht viel Geld” fürs Nichtstun (oder ganz wenig Tun) zu kassieren, wird es zu nichts bringen.
Ohne eine Änderung der Einstellung erzielen solche Menschen langfristig keine Erfolge, denn es gibt “das schnelle leichte Geld” in der realen Welt nicht gibt.

Obwohl einem Leute unterkommen mögen, die anscheinend Geld fürs Nichtstun bekommen, schaut die Wahrheit meist ganz anders aus: Diese Leute haben irgendwann und irgendwo in irgendeiner Weise gearbeitet – und nicht selten ziemlich hart gearbeitet! Sie genießen eben jetzt die Früchte ihrer Arbeit! (Ja … auch manchmal auch die Früchte der Arbeit ihrer Vorfahren … doch wo ist ihr eigener Erfolg?)
Menschen mit solchen Neigungen streben keinen Erfolg an. Zumindest streben sie nicht wirklich danach, nicht mit ganzem Herzen. Würden sie es tun, dann könnte nichts sie hindern: Ihr Ziel wäre ihnen jeden Einsatz, all ihre Energie wert, statt sich dauernd nach einem “leichten Weg” umzuschauen.

Heißt dies, dass Erfolg immer harte Arbeit sein muss? Nein … im Gegenteil: Wer ein klares Konzept und die richtige Einstellung hat, dem macht jede Arbeit daran Freude, sie geht ihm leicht von der Hand, und vieles “ergibt sich von selbst” oder fällt “wie durch Zauber richtig”.
Erfolgreiche Menschen investieren in ihre Zukunft, statt kostbare Zeit darauf zu verschwenden, nach Abkürzungen oder einer kostenlosen Mitfahrgelegenheit zu suchen.

Die einzige Formel für den Erfolg ist also:

Verantwortungsvolle Entschlossenheit, hingebungsvolle Arbeit und Beständigkeit.


Egal wie viele Hindernisse, Rückschläge und sogar Misserfolge Sie unterwegs erfahren und einstecken müssen … Sie kommen ans Ziel! (Beachten Sie: Im Wort “verantwortungsvoll” liegt eingebettet das Wissen, denn ohne Wissen ist “Antwort”, der zentrale Begriff von “Verantwortung”, unmöglich!)

Lassen Sie nicht unbeachtet, dass nur eine Minderheit wirklich erfolgreich ist – zwangsläufig heißt dies, dass die Mehrheit der Erfolglosen das Meiste ziemlich falsch machen muss. Folgen Sie nicht dieser Mehrheit, lassen Sie sich nicht von der Masse verführen. Erfolg haben heißt anders Sein.
Erfolgreiche tun jene Dinge, die von Versagern nur ungern getan werden.

Wenn Sie den Eindruck gewonnen haben, dass die Arbeit am Erfolg zum großen Teil Arbeit an sich selbst ist, dann liegen Sie bestimmt nicht weit vom Schuss!
Manche Leute haben das Glück, schon von klein an in die Geisteshaltung des Erfolgreichen hinein gewachsen zu sein – andere müssen sich diese erst erarbeiten. Für beide gilt das hier Gesagte gleichermaßen – bloß führt der Eine sein Leben so, als wäre dies das Selbstverständliche von der Welt, während die Anderen sich erst dazu durcharbeiten müssen.

Zum Abschluss möchte ich Ihnen eine sehr schöne Definition von ERFOLG zitieren:
Oft und viel zu lachen,

den Respekt intelligenter Menschen
und die Zuneigung von Kindern zu gewinnen,

sich die Anerkennung ehrlicher Kritiker zu verdienen
und den Verrat falscher Freunde zu ertragen,

Schönheit zu schätzen wissen,
im Anderen das Beste zu sehen,

die Welt, wenn man aus ihr scheidet,
ein wenig besser zurückzulassen,
sei es durch ein gesundes Kind, einen Garten
oder durch die Behebung eines sozialen Missstandes,

zu wissen, dass man mit seinem Leben
auch nur einem einzigen Menschen
das Atmen erleichtert hat,

das heißt: Erfolg zu haben
(Ralph Waldo Emerson)

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Digitale Signatur – einfacher gehts nicht

Februar 22, 2011
Dokumente elektronisch zu speichern ist im Vergleich zum Papier meistens erheblich günstiger und einfacher, zumindest wenn der gesamte Lebenszyklus des Dokumentes betrachtet wird.

 

Oft werden Papierdokumente aber wegen deren rechtlichen Gültigkeit noch auf Papier (zusätzlich) aufbewahrt und verwaltet.
Dabei ist die elektronische Signatur von Dokumenten heute längst nich mehr so komplex und teuer, wie noch vor 2-3 Jahren.
Jeder Österreicher hat eine – eine Bürgerkarte, oder auch e-card genannt. Diese Karte hat mehr drauf, als auf den ersten Blick sichtbar ist. Sie ist Krankenschein für ganz Europa und seit kurzem auch Signaturkarte.

 

Bisher kostete die elektronische Signatur bzw. deren Schlüssel Geld und war sehr komplex, was Ihr nicht gerade zum Durchbruch verholfen hat.

 

Zumindest in Österreich ist das vorbei. Wenn Sie für Ihre e-card den Signatur-Key anfordern, kostet das gar nichts mehr.

 

Gehen Sie auf http://www.a-trust.at/e-card und wählen Sie eine der 3 Varianten, wie Sie Ihre e-card zur Signaturkarte machen (Registrierungsstelle, FinanzOnline oder RSA-Brief). Ich habe die RSA-Variante gewählt und nach 3 Tagen war der Brief mit dem Aktivierungscode da.

 

Jetzt brauchen Sie noch einen Kartenleser. Da gibt es verschiedene Varianten und Modelle. Es gibt Tastaturen mit integriertem Leser oder sehr günstige USB-Leser (ab ca. EUR 50,–).

 

Ich selbst habe einen ReinerSCT gekauft (http://www.reiner-sct.com/content/view/4/16/) für
EUR 54,–.

 

Auf dem Rechner muss dann die BKU (Bürgerkarten-Umgebung) installiert werden. Die gibt es gratis unter https://www.buergerkarte.at/de/voraussetzungen/software.html.

 

Wenn Sie den Aktivierungscode, den Kartenleser und die BKU haben, steht dem elektronischen Unterschreiben nichts mehr im Wege… moment – eine Signatursoftware für PDF-Dateien brauchen Sie noch. Die gibt es auch gratis unter https://www.buergerkarte.at/de/pdf-signieren/downloads.html.

 

Ich habe das Programm PDF-OVER heruntergeladen und installiert. Damit erhalte ich einen Link auf dem Desktop, der “SIGN-PDF” heisst und auf den ich jede beliebige PDF-Datei ziehen und signieren kann.

 

Das schöne daran ist, dass diese Methode eine “sichtbare” Signatur auf das PDF montiert, die jeder – auch auf dem Ausdruck und ohne zusätzliche Tools sieht. Die Überprüfung erfolgt Online auf https://www.buergerkarte.at/signature-verification/ und kann von jedem kostenlos durchgeführt werden.

 

So sieht ein signiertes PDF aus:

 

Die Überprüfung ergibt dann dieses Ergebnis:

 

Fazit: Für die Kosten des Kartenlesers habe ich jetzt eine Signatur-Umgebung, mit der ich qualifiziert Dokumente signieren kann und damit rechtsverbindliche Unterlagen nicht mehr auf Papier versenden muss.

 

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Herr über die Informationsflut?

Februar 22, 2011

Waren es vor einiger Zeit noch 30 bis 40 Nachrichten und neue Aufgaben, die uns täglich erreichten, sind es heute oft 150 bis 200 pro Tag.

Dabei noch den Überblick zu bewahren ist alleine schon beinahe ein Fulltime-Job. Consolidate soll Ihnen helfen, mit Ihren Nachrichten und Aufgaben optimal umzugehen. Dazu haben sich einige Verhaltensregeln bewährt, die ich hier beschreiben will.

Diese Tipps sollen eine Anregung sein und Ihnen helfen, Herr über den Posteingang und Ihre Aufgaben zu bleiben. Selbstverständlich haben wir uns als Softwarehersteller auf die Stärken unserer eigenen Lösung Consolidate konzentriert. Die meisten Punkte sind aber sehr leicht auch auf anderen Programmen anzuwenden

You´ve got Mail
Eine neue Nachricht ist ja grundsätzlich was tolles. Jemand hat an mich gedacht oder möchte mir etwas mitteilen. Oder möchte da jemand eine Aufgabe loswerden?
Wir alle neigen dazu neugierig zu sein und wollen gleich wissen, worum es bei einer neuen Nachricht geht. Da dies im Laufe des Tages aber sehr häufig vorkommt, haben wir in Consolidate einen kleinen “Trick” bereits standardmäßig eingebaut: Consolidate prüft nur alle 5 Minuten, ob ein Mahner fällig ist und/oder ob neue Nachrichten da sind.
Diese durchschnittlichen 2,5 Minuten “Wartezeit” können keinen Schaden anrichten – es sei denn, sie sind Börsenmakler – bringen aber eine enorme Beruhigung in die Arbeitsabläufe.
So haben Sie zumindest ein paar störungsfreie Minuten zur Erledigung Ihrer Aufgaben.
Sie können dieses Intervall in den Arbeitsplatz-Einstellungen selbst verändern und von 1 – 60 Minuten einstellen. Ich selbst arbeite schon jahrelang mit einem 15-Minuten Intervall und bin damit bisher sehr gut gefahren.
Planen oder gleich erledigen
Wenn Sie nun eine neue Nachricht erhalten haben (oder gleich mehrere), ist die Verlockung sehr groß, die laufende unangenehme Aufgabe liegen zu lassen und gleich an die Beantwortung des netten E-Mails zu gehen. Wie ein Kind, das sich über jedes Türklingeln freut, während es die Hausaufgaben machen sollte.
Unterscheiden Sie deshalb Ihre Zeit in Planungs- und in Erledigungszeit. Wenn Sie neue Informationen bzw. den Posteingang durchsehen, sind sie strikt im Planungsmodus und verfallen Sie auf keinen Fall in den Erledigungsmodus. Gehen Sie alle Informationen durch und treffen Sie die Entscheidungen, wie Sie damit weiter verfahren werden. Andernfalls besteht die Gefahr, dass Sie bei 10 neuen Informationen für die ersten 9 so viel Zeit benötigen, dass Sie auf die 10. und evtl. wichtigste/dringendste Nachricht gar nicht mehr reagieren können.
Folgende Entscheidungen bzw. Unterscheidungen sollten Sie im Planungsmodus treffen:
  1. Variante: Kleinigkeit – weniger als 2 Minuten Arbeit
    Diese Nachricht beantworten bzw. erledigen Sie am Besten sofort. Aber seien Sie ehrlich zu sich selbst. Wenn es länger dauert als 2 Minuten müssen Sie die Aufgabe planen.
  2. Variante: Wichtig, aber nicht dringend
    Setzen Sie die Priorität auf HOCH und ändern Sie das Datum auf den Tag, an dem Sie mit der Bearbeitung beginnen wollen.
  3. Variante: Dringend, aber nicht so wichtig
    Überlegen Sie, wem Sie diese Aufgabe delegieren könnten und übergeben Sie diese wenn möglich sofort. Wenn es niemanden gibt, setzen Sie die Priorität auf “Normal” und belassen das Datum auf dem heutigen.
  4. Variante: Wichtig und dringend
    Grundsätzlich sind alle Aufgaben wichtig und dringend, weil jeder “seine” Dinge schnell erledigt haben will. Für die Planung müssen wir aber unterscheiden, was wirklich wichtig und dringend ist. Diese Aufgaben setzen Sie auf “HOCH” und belassen Sie auf dem heutigen Datum.
  5. Kann noch nicht erledigt werden
    Häufig erhalten wir Aufgaben, die wir noch gar nicht erledigen können, weil z.B. Entscheidungen noch fehlen oder andere Aufgaben zuerst erledigt sein müssen. Setzen Sie diese Aufgaben auf die Kategorie “wartet” und stellen als Datum den Tag ein, an dem Sie die Voraussetzungen für die Erledigung wieder prüfen wollen.
  6. Nur zur Information
    Wenn Ihnen jemand eine CC-Info zukommen lässt, müssen Sie damit in der Regel nichts tun außer diese zu lesen. Sollten daraus doch eigene Aktionen nötig werden, tragen Sie die entsprechende Folge-Aktivität sofort ein. Für dessen Erledigung gilt das gleiche wir für die anderen “neuen” Aufgaben. Wenn es externe Info-Nachrichten sind, können Sie diese auch auf die Kategorie “Lesestoff” setzen, wenn Sie nicht gleich zum durchlesen Zeit haben bzw. wenn das länger als 2 Minuten dauern würde.
Durch diesen “Planungsmodus” verhindern Sie eine Arbeitsweise, die ich als “Now or Never” bezeichne. Ich kenne Leute, von denen ich genau weiß, dass ich entweder sofort eine Antwort auf meine Mails bekomme oder nie mehr – eben “now or never”. Diese getriebenen vom Posteingang treffen nur noch die Entscheidung zwischen “mach ich gleich” und “mach ich gleich”.
Alles andere rutscht langsam im Posteingang nach unten und geht oft ganz verloren.
Und wie geht es dann weiter?
Wir haben in Consolidate bewusst ein Fenster für den Posteingang (=InfoCenter) und ein separates Fenster für die “fälligen Aufgaben” gemacht. Wenn Sie die Planung im InfoCenter abgeschlossen haben, sind alle Einträge “kursiv” und somit nicht mehr neu für Sie.
Schließen Sie jetzt das InfoCenter und öffnen Sie die Aufgabenliste.
Hier stehen nun nur noch jene Aufgaben, deren Bearbeitung heute beginnen sollte. Sortieren Sie die Aufgaben nach der Priorität (absteigend) und starten Sie konsequent mit der Bearbeitung der ersten Aufgabe.
Jetzt gibt es kein zurück mehr.
Dieser Aufgabe gehört 100% Ihrer Konzentration – wenn möglich bis zur Erledigung. Sollte sich während der Bearbeitung herausstellen, dass Sie nicht weiterkommen, weil noch etwas anderes fehlt oder weitere Aufgaben nötig sind, schalten Sie wieder in den Planungsmodus um und tragen diese Aufgaben entsprechend ein. Im Notfall können Sie auch die Aufgabe selbst auf “wartet” setzten und mit der nächsten Aufgabe beginnen.
Obwohl das auf den ersten Blick nach noch mehr Arbeit klingt, werden Sie sehr schnell feststellen, dass es sich mit leerem Infocenter und mit einer übersichtlichen Aufgabenliste viel effizienter arbeiten lässt.
Ihr Christian Bickel
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Wer Überstunden macht ist effizienter?

Januar 9, 2011

22:00 Uhr: Sie sitzen noch in Ihrem Büro. Schon wieder sehr spät geworden. Nicht das erste Mal diese Woche. Müde und energielos schauen Sie auf Ihre unerledigte Aufgabenliste. Haben Sie an diesem Abend wirklich Wichtiges erledigen können?

Nach 8 Stunden Projektbesprechungen, Lösungssuche und Kreativität konnten Sie trotz Überstunden an diesem Abend nicht mehr effizient und konzentriert arbeiten. Diese Situation wiederholt sich oft.

Unzufrieden und erschöpft verlassen Sie Ihr Büro. Ihre Freunde versuchen Sie schon länger nicht mehr für einen gemeinsamen Abend zu gewinnen. Eigentlich brauchen Sie mehr Schlaf und Bewegung. Aber für Sport und Vergnügen bleibt bei diesem Arbeitspensum keine Zeit.

Wer braucht schon Entspannung, wenn die Arbeit zum Lebensinhalt wird?

Kommt Ihnen diese Situation bekannt vor? Dann lesen Sie jetzt weiter!

Es gibt viele Argumente, unnötige Überstunden zu rechtfertigen:

- wer um 17 Uhr nach Hause geht hat nicht genügend Arbeit
- wer keine Überstunden macht, ist nicht motiviert
- hohe Präsenzzeit bedeutet mehr Identifikation mit dem Unternehmen
- tagsüber kann man wegen den vielen Störungen nicht in Ruhe arbeiten
- Sitzungen, die lange dauern, bringen mehr Resultat
- jede Email muss sofort beantwortet werden
- Wichtiges und Geplantes kann in Ruhe am Abend erledigt werden

Wer so denkt, kommt wirklich nicht zum Arbeiten – auch am Abend nicht

Kehren wir die Situation um und betrachten diesen Zustand von einer anderen Seite. Tatsache ist: zu viele Überstunden schaden Ihnen und Ihrem Unternehmen. Frustration, soziale Isolation und Burnout sind die Folgen. Stressbedingte Minderleistungen verursachen jährlich Kosten und Verluste in Milliardenhöhe. Eine der Hauptursachen ist: viele Menschen verbringen zu viel Zeit am Arbeitsplatz. Der Job wird zum belastenden Lebensinhalt. Für die eigenen Bedürfnisse bleibt keine Zeit.

Kurzfristig sind positiver Stress und in Folge Überstunden nicht schädlich. Der Endspurt vor einem Projektabschluss hat eine motivierende Wirkung. Wenn Arbeitsdruck aber länger anhält und nicht durch Entspannung und Abwechslung ausgeglichen wird, entstehen gesundheitliche Probleme.

Denken Sie um! Das Reduzieren von Überstunden ist das Resultat von besserer Planung. Von richtigen Prioritäten setzen und von Konzentration auf das Wesentliche.

Lassen Sie nicht jede Störung zu, die Sie vom Arbeiten abhält, Ihnen Zeit stiehlt und Sie eigentlich frustriert.

Führen Sie Sitzungen durch, die gut vorbereitet sind, ein Ziel und einen Zeitrahmen haben und vor allem Resultate bringen!

Belohnen Sie sich mit mehr Freizeit und kümmern Sie sich um einen gesunden Ausgleich. 75% der Ideen entstehen nicht am Arbeitsplatz. Kreativität und Lösungsdenken brauchen Abstand und entspannten Freiraum.

Erste Hilfe zur Reduzierung von unnötigen Überstunden:

  • Planen Sie höchstens zwei Büroabende in der Woche ein. Nutzen Sie diese Zeit gezielt, um wirklich Wichtiges zu erledigen.
  • Setzen Sie genaue Ziele. Entscheiden Sie, welche Aufgaben Sie an diesem Abend erledigen wollen.
  • Berechnen Sie den Zeitaufwand für diese Aufgaben. Dies fördert eine realistische Planung und verhindert Frust und Überschätzung.
  • Analysieren Sie Ihre verschiedenen Störungen, welche Sie vom Arbeiten abhalten. Setzen Sie sich mit den Gründen auseinander und ändern Sie etwas an der Situation.
  • Konzentrieren Sie sich auf die Informationen, die Sie wirklich brauchen. Unwichtiges belastet und lenkt unnötig ab.
  • Nutzen Sie Ihre Mittagspause für einen Spaziergang an der frischen Luft. Das schenkt Ihnen Entspannung und neue Energie.
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